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Schwangerschaftsbetreuung und Wahlleistungen

Wir freuen uns, Sie durch diese besondere Zeit begleiten zu dürfen!

Dieser völlig natürliche Prozess kann eine Menge Fragen und Sorgen mit sich bringen. Scheuen Sie sich nicht davor, sie zu äußern. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Bedürfnisse.

Während einer Schwangerschaft werden wir Sie besonders intensiv betreuen. Die für uns verbindlichen Mutterschaftsrichtlinien sehen einen bestimmten Untersuchungskatalog für Schwangere vor, der eine solide Basisversorgung der Schwangerschaft sicherstellt. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, mögliche gesundheitliche Gefahren für Mutter und Kind früh zu erkennen und behandeln zu können. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in Ihrem Mutterpass eingetragen, den Sie während der Schwangerschaft immer bei sich tragen sollten.

Wahlleistungen Schwangerschaft

Zusätzlich zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen bieten wir Ihnen weitere medizinisch sinnvolle Untersuchungen an. Diese können im Einzelfall die Sicherheit für Mutter und Kind erhöhen oder zur Beruhigung und Entlastung beitragen.

Die Kosten für diese individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Sie müssen sie selbst bezahlen. Die Kosten orientieren sich an der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie eine dieser Untersuchungen wünschen. Wir beraten Sie gerne und informieren Sie über die Kosten.

Blutuntersuchungen zur Infektionsdiagnostik (Toxoplasmose, Ringelröteln (Parvovirus), Cytomegalie)

Toxoplasmose

Toxoplasmose ist eine durch Parasiten übertragene Infektionskrankheit. Eine akute Infektion wird antibiotisch behandelt. Das Risiko einer schweren kindlichen Schädigung ist umso größer, je früher die Infektion eintritt.

Der Nachweis von Antikörper im Blut zu Beginn der Schwangerschaft, schließt eine Erstinfektion während der späteren Schwangerschaft aus.

Frauen, die bisher keine Immunität aufgebaut haben, können sich während der Schwangerschaft infizieren und sollten zur Vermeidung einer Infektion bestimmte hygienische Vorsichtsmaßnahmen beachten: Vermeiden von rohem oder halbgarem Fleisch und ungewaschenen Salaten, Katzenkot; Tragen von Handschuhen bei der Gartenarbeit.

Falls kein Schutz besteht wird alle 8 Wochen eine Antikörperkontrolle empfohlen.

Cytomegalie (CMV)

Die Cytomegalie -Infektion verläuft oft uncharakteristisch und weitgehend symptomlos. Sie ist die häufigste Infektion in der Schwangerschaft. Sie wird u. a. durch Speichel, Urin, Tränen übertragen (Schmierinfektion). Die häufigste Übertragungsquelle sind Babys und Kleinkinder.

Das Cytomegalie-Virus wird bei einer mütterlichen Infektion in knapp der Hälfte der Fälle  auf das ungeborene Kind übertragen und kann dann zu einer schwer verlaufenden Infektion führen. Durch eine Blutuntersuchung zu Beginn der Schwangerschaft kann untersucht werden, ob die Schwangere bereits gegen das Cytomegalie-Virus immun ist.

Sollte kein Immunschutz vorliegen, wird empfohlen, beim Umgang mit Kindern Speichel- und Urinkontakt möglichst zu vermeiden und auf eine gute Händehygiene zu achten.

Sollte kein Schutz vorhanden sein, wird alle 8 Wochen eine Antikörperkontrolle empfohlen.

Ringelröteln (Parvovirus)

Ringelröteln sind eine Infektionskrankheit ausgelöst durch Parvovirus B19.

In der Schwangerschaft kann eine Infektion beim ungeborenen Kind  zur Blutarmut (Anämie) und Herzinsuffizienz führen.

Mittels Blutuntersuchung zu Beginn der Schwangerschaft können wir feststellen, ob eine Immunität gegen Ringelröteln vorliegt. Dies ist besonders wichtig für Frauen, die viel Kontakt zu Kindern haben.

Ist keine Immunität gegenüber Ringelröteln vorhanden, muss ein Kontakt mit an Ringelröteln Erkrankten vermieden werden.

Abstrich auf ß-Streptokokken

ß-Streptokokken sind Bakterien, die bei 10 -30% aller Schwangeren in der Scheide oder im Darm vorkommen. Diese Besiedelung verläuft für die Schwangere meist symptomlos. Eine Therapie während der Schwangerschaft ist meist nicht erforderlich. Eine Gefahr für das Kind besteht allerdings während der Geburt. Unerkannt kann die Besiedelung mit ß-Streptokokken während der Geburt zur Infektion des Kindes führen und zu einer bedrohlichen Infektion für das Kind werden.

Ist eine ß-Streptokokken-Besiedelung bei der Mutter bekannt, kann eine Infektion des Kindes durch eine antibiotische Behandlung der Mutter während der Entbindung verhindert werden.

Dazu wird ein Abstrich aus der Scheide in der 35.-37. Schwangerschaftswoche entnommen und im Labor auf ß-Streptokokken untersucht.

Ultraschalluntersuchung auf Wunsch evtl. mit 3D/4D Aufnahmen

Im Verlauf einer unauffällig verlaufenden Schwangerschaft sind nach den Mutterschaftsrichtlinien drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen.Nicht selten besteht bei werdenden Eltern der Wunsch, das Wachstum und die Entwicklung ihres Babys häufiger per Ultraschall mit zu verfolgen.Hierfür biete ich Ihnen gerne einen sogenannten Wunschultraschall an. Unter günstigen Bedingungen (ausreichende Fruchtwassermenge, Lage des Kindes) können auch 3D-Bilder des Babys erstellt werden.

Ersttrimester-Screening (Nackentransparenzmessung)

Die sogenannte Nackentransparenzmessung ist eine schonende Ultraschalluntersuchung zwischen der 12. bis 14. Schwangerschaftswoche, die in Kombination mit bestimmten Blutwerten der Mutter eine Wahrscheinlichkeitsaussage für das individuelle Risiko des Feten für eine Trisomie 13, 18 und 21 erstellt.

Bei einem erhöhten individuellen Risiko wird eine Chromosomenuntersuchung des Feten mittels Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasseruntersuchung empfohlen.

Farbdoppler-Untersuchung

Mittels der Farbdoppler-Ultraschalluntersuchung werden Blutflußmuster in mütterlichen und kindlichen Gefäßen dargestellt.. Durch die Beurteilung der Blutflußgeschwindigkeiten in den Gebärmutterarterien kann ein erhöhtes Risiko bezüglich einer Mangelversorgung des Feten oder eines schwangerschaftsbedingten Bluthochdrucks bereits zwischen der 20.- 24. Schwangerschaftswoche erkannt werden. Durch die Messung der kindlichen Blutflüsse kann die Versorgung des Feten beurteilt werden.

Akupunktur

Akupunktur gehört zu den ältesten medizinischen Heilverfahren der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Sie ist eine ganzheitliche Therapieform, die im ganzen Körper wirkt.

In der Schwangerschaft kann die Akupunktur bei Schwangerschaftsbeschwerden sinnvoll eingesetzt werden:

  • Schwangerschaftsübelkeit
  • Schmerzen unterschiedlichster Art
  • Angst, Unruhe, Schlafstörungen
  • Fehllagen des Kindes

Die Akupunktur zur Geburtsvorbereitung hat einen positiven Einfluss auf die Geburtsdauer und – intensität. Eine Studie der Mannheimer Frauenklinik belegt, dass die geburtsvorbereitende Akupunktur die Geburtsdauer von Erstgebärenden im Schnitt um 2 Stunden verkürzt.

Die Akupunktursitzung beginnt ab der 36. Schwangerschaftswoche und dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Es sollten mindestens 3 Sitzungen einmal pro Woche durchgeführt werden.